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Handlungsfelder

 

Handlungsfeld „Wirtschaft/ Regional- und Strukturentwicklung“

Oberstes Ziel dieses Handlungsfeldes ist die Weiterentwicklung des östlichen Berliner Umlandes als Wirtschaftsstandort. Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Integration von Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt stehen im Mittelpunkt der regionalen Entwicklungsstrategie, wobei die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft in Zukunft immer weniger durch kommunale oder unternehmerische Alleinstrategien erreicht werden kann.

Dem entsprechen auch die Ziele des Handlungsfeldes "Wirtschaft":

- stärkere Vernetzung der Wirtschaftsförderaktivitäten im Projektgebiet und Unterstützung der
  Vernetzung von Unternehmen (horizontal und vertikal)

- Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschafts-
  Bildungseinrichtungen

- bedarfsgerechte Profilierung von Gewerbegebieten

- nachhaltige Verbesserung der Standortbedingungen sowie Stärkung der Leistungs- und
  Innovationsfähigkeit der Unternehmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit

 

Handlungsfeld „Bildung/ Fachkräfte“

Durch die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft wird bereits heute ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften spürbar. Die bevorstehende Verrentungswelle in Verbindung mit dem Geburtenrückgang und der Abwanderung besonders junger, gut ausgebildeter Menschen bei gleichzeitig steigenden Qualifikationsanforderungen sorgen für eine weitere Verknappung. Fachkräftemangel kann besonders für Klein- und Mittelunternehmen, die einen großen Teil der Wirtschaft ausmachen, problematisch oder sogar existenzgefährdend werden. Diese Umstände machen Bildung und Qualifizierung zu einem wichtigen sowohl Standort- als auch Wirtschaftsfaktor.

Der "Zukunftsraum östliches Berliner Umland" bietet bereits heute ein breites Spektrum etablierter Bildungseinrichtungen. Durch die gute Verkehrsanbindung an das nahe Berlin lassen sich eigene Angebotslücken zudem kompensieren. Dieser Lückenschluss sowie Kostensenkungen und die Herausbildung unverwechselbarer Profile sind aber auch durch Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen möglich, wie im Projektgebiet der "Strausberger Bildungsverbund" zeigt.

Kooperationen dieser Art sollen in Zukunft ausgebaut werden. Weitere Ziele im Handlungsfeld "Bildung/ Fachkräfte" sind:

- abgestimmte Weiterentwicklung der Bildungslandschaft im Projektgebiet und Anpassung an die
  Anforderungen der regionalen Wirtschaft zur Fachkräftesicherung

- Stärkung der Rückkehrmotivation aller – besonders der ausgebildeten – Jugendlichen durch
  Infrastrukturvorteile (Heimat, Kultur, Bildung, Innovation)

- Verbesserung der Innen- und Außendarstellung des Bildungsbereiches als weicher
  Standortfaktor

- Sensibilisierung der Unternehmen im Projektgebiet für die Potenziale von Kooperationen mit
  Bildungseinrichtungen

 

Handlungsfeld „Gesundheitswirtschaft“

In vielen Bereichen der Gesundheitswirtschaft existieren im östlichen Berliner Umland bereits heute vielfältige Angebote mit besonderen Entwicklungspotentialen. Nicht zuletzt deshalb wird im Standortentwicklungskonzept die Einstufung der Gesundheitswirtschaft als "Branchenkompetenzfeld" angeregt. Die branchenbezogenen Potentiale ergeben sich vor allem aus der regionalen Konzentration von Kompetenzen und der hohen Zahl an Arbeitsplätzen in der Branche in Verbindung mit der demografischen Entwicklung. Die gute Verkehrsanbindung sowohl im ÖPNV als auch für den Individualverkehr sowie die Nähe zu Berlin sichern ein hohes Nachfrageniveau.

An folgenden Punkten wird im Handlungsfeld "Gesundheitswirtschaft" gearbeitet:

- Verbesserung der generationengerechten sozialmedizinischen Versorgung der Bevölkerung

- Sensibilisierung der Kommunen für die Gesundheitswirtschaft als Wirtschaftsfaktor im
  "Zukunftsraum östliches Berliner Umland"

- Steigerung der Beschäftigung im gesundheitsorientierten Dienstleistungssektor (steigender
  Fachkräftebedarf durch die demografische Entwicklung)

- Erschließung neuer Dienstleistungsbereiche für privatwirtschaftliche Unternehmen im
  gesundheitsorientierten Dienstleistungssektor

- stärkere Außendarstellung der Region in den Spezialisierungsbereichen "Gerontologie" und
  "Rehabilitation"